Sachen packen, Stifte, die Sonne, Musik, Freunde.
Was man zum Leben braucht.
”Mit was ist das Glas halb voll oder leer?
Wie schreibt man Geschichte?
Mein Gott, das Leben ist schwer.”
ich will mich hier verlaufen
ich glaube an das Gute
und das es kommt wenn wir es brauchen
alles steht so auf Anfang
was ich weiß will ich vergessen
[…]
[…]
denn die Regie führt das leben
und der Zufall auf dem Weg
was ich brauch kann am nicht kaufen
das trifft man unterwegs
alles steht so auf Anfang
alles fliegt und nichts ist fest
[…]
[…]
[…]
denn die Regie führt das leben
und der Zufall auf dem Weg
was ich brauch kann mann nicht kaufen
das trifft man unterwegs
alles steht so auf Anfang
alles fliegt und nichts ist fest
[…]
sie wird immer bei uns sein
alte Freundin und Sicherheit
denn die Regie führt das Leben
und der Zufall auf dem Weg
was ich brauch kann man nicht kaufen
das trifft man unterwegs
alles steht so auf Anfang
alles fliegt und nichts ist fest
[…]
und das Ende ist offen
so offen wie mein Herz
[…]
mir gehört der ganze Himmel
und ansonsten eigentlich nichts…
FUCK ART
LET’S DANCE!
"Teil einer Welt zu sein, die nur für sich allein existiert, ist überaus beruhigend."
Konstantin und Kornelius Keulen
Ich richte mich aus meiner Zusammenkrümmung auf, wische mir die Tränen aus den Augen und ziehe die Beine überkreuzt an meinen Körper.
Ich ziehe das X meiner verschränkten Gliedmaßen zu mir heran, ich bin aus der Bahn geraten.
Angefangen hat alles damit, das ich ich wurde.
Und ich denke.
In jedem ruhigen Moment setze ich meine Gedanken in Gang, lasse Wortgebilde in meinem Kopf entstehen, die bis zum nächsten stürmischen Augenblick manchmal fünf Welten einnehmen.
Und dann warst da du.
Du schleichst dich oft in meine Gedankenakrobatik in letzter Zeit, obwohl du schon immer da warst.
Ich errichte meine Bauten, bis einer meiner Sätze an dir hängen bleibt und breche dann zusammen.
Lehne mich schwer atmend an etwas, das mir vielleicht Halt geben kann.
Ich weine nicht, ich schluchzte trocken, aber das wird noch kommen.
Ich denke an all das, was mich beunruhigt im Moment und stoße auf lauter blinde Flecken.
Tote Winkel, in denen sich etwas bewegt, dass ständig auf’s neue getötet wird.
Ich weiß, dass du etwas hinterlassen hast.
Du bist verantwortlich für meine größten Wunden und Ängste und ich liebe dich trotzdem bedingungslos.
Nicht, weil man das so macht, sondern weil ich es tatsächlich tue.
Du bist verantwortlich für viele meiner Tränen und fast alle meiner Mauern.
Du bist verantwortlich für die Flecken, die blinden
Ich weiß, dass etwas hinter ihnen ist, und kann es nicht sehen, weil ich nie gelernt habe nach etwas Ausschau zu halten, dass ich nicht kenne.
Ich habe dich nie in Frage gestellt, noch nicht einmal als ich schon längst aus dem Alter herausgewachsen war, in dem man der hilfreichen Illusion erliegt, Eltern wären unfehlbar, vielleicht, weil du nicht unfehlbar warst, als du es hättest sein sollen.
Ich richte mich auf, lache und spiele ein Theater, dass nicht dir gilt, bis ich bemerke, dass dich mein Lachen glücklich macht.
Auch ohne Rauschzustand.
Und ich fühle mich noch ein bisschen schwerer.
Glücklich sein sei nicht das Ziel des Lebens, sondern überleben, sagst du.
Ich fühle mich, als hättest du mich geschlagen und schlucke.
Ich fange an für dein Glück zu kämpfen.
Ich kann nicht für dich glücklich sein,
das war der Satz in meinen Gedanken.
Und ich beginne zu fallen.
Lebenmüdelust
Worte
Mensch/Menschen
Klasse
Geborgenheit
Exakt
Tatkraft
Oui
Ébloui/Hingerissen
Spannkraft
Grün
Substanzenmissbrauch
Dekadenz
Staatsfeind
Kontrast
Wunderkind
Der Vogel ohne Gesicht II
Mein Lachen reißt Wände ein. Wände die stehen sollten. Du reißt Wände ein, in mir und nicht zwischen uns. Etwas läuft schief. Ich oder Du? Und was zählt? Mein Lächeln lässt Augen Zerspringen,
wie Scheiben aus Glas bei einem viel zu unerträglichen Schrei.
Verletzte und verletzende Bruchstücke die herumliegen. Ich kratze und nage mit meinen Gedanken in meinem Kopf,
schabe mein Gehirn kaputt, wanken doch nicht fallen. Weißt du wer ich bin? Oder weißt du nur, wie ich in deinen Augen aussehe? Wer bin ich in deinen Augen? Und warum kann ich nicht ich sein? Ich bin mir selbst entglitten, Sand war noch nie verlässlich und du bist Wüstensand. Trocken und karg, wie tief ist die Wüste?
Und warum treibst du immer weiter an die Oberfläche? Verdammt. Ich weiß nicht wer ich bin, habe mich verloren, Ironie, Zynismus und Schicksal. Das Chaos vor dem Urknall, der niemals kommt und gelbe schwammige Streifen, die mich von mir selbst trennen. Ich öffne den Mund, kotze, spucke dich aus und kann nicht erkennen,
wer du überhaupt bist. Es gibt zwei Möglichkeiten, meistens ist keine die Richtige. Du starrst mich aus riesigen, dunklen, betrunkenen
aber vor allem unendlich einsamen und tief traurigen Augen an.
Sie wirken wie die spiegelnde Oberfläche eines Sees,
in dem du schon tausendmal selbst ertrunken bist und auf dessen Grund
die Leichen all der Gefühle liegen, die du nicht gefühlt hast aber fühlen hättest sollen.
Daneben die versteinerten Gesichter aus Holz.
Die der Vorwürfe, die dich immer noch lähmen und es wohl auch für immer tun werden. Ich kann dir nicht standhalten. Gib meinen Lungen Luft. Nicht um zu atmen sondern um zu rennen, das konnte ich von Anfang an am besten.
Du bist ein Monster, erstanden aus Menschen und geworden zu Schwärze.
Schwärze, von der ich nicht weiß, wem sie gehört.
Seien wir ehrlich, du bist kaputt.
Ich weiß nur nicht wo. Bevor du dich verletzlich machst,
spielt du dir lieber selbst eine kleine, traurige Komödie vor,
die dich dir selbst vorgaukeln lässt, du brauchst es nicht und die dich weit fort bringt.
An einen Strand, dessen Beschaffenheit sich nicht in deine Fußsohlen bohrt.
Aber dass du keinen Schmerz spürst, heißt noch lange nicht, dass alles in Ordnung ist.
Bist du taub?
Gekommen für die Komödie, geblieben für das Drama.
Es ist in Ordnung, wenn es das nicht ist.
Nur, bevor ich gehe, sag mir bitte, ob ich gegen deine oder meine Mauern renne. Was liegt an mir? Und was an dir? Und wenn es in mir um mich geht, geht es dann überhaupt um dich? Oder nur darum, was du bist? Für mich machst du alle Fehler der Welt. Du bist nicht da. Bin ich da? Vertraue ich dir? Vertraue ich dir? Wichtigkeit. Wichtig? Es geht um Klarheit und Entscheidungen treffen. Ich bin nicht glücklich.
Frohe Ostern
Meine Finger greifen Steif nach all den Schokoladeneiern, sie tun mir weh.
Meine Hände sind rot und kaltgefroren.
Das alles hier tut weh.
Nicht aus allen möglichen, erdenklichen Gründen, oder ein nur, weil ich merke, dass ich dir nicht mehr dieselbe Freude wie früher bereiten kann.
Ostereiern sind zu schwarz-weißen, unbegehrenswerten und zeitlosen Gebilden geworden, mich schmerzlich an Zeiten erinnern in denen sie, wie so vieles andere groß, abenteuerlich und unendlich kostbar erschienen.
Sie tun mir nicht etwa weh, weil sie mir weh tun, sondern weil ich dir mit jedem aufgehobenen Fundstück irgendetwas tiefer in die Brust zu bohren scheine.
Sie tun mir weh, weil ich dir weh tue!
Gedanken rasen durch meinen Kopf.
Gedanken, die mir hinter der Stirn hämmern um mich daran zu erinnern, dass ich gerade viel mehr als viel dafür geben würde, dein kleines Mädchen zu sein.
Ich würde gerne durch den Garten rennen, ungestüm, mit funkelnden Augen und voller Vorfreude alles Gefundene mit sorgsamer Sanftheit in den Korb legen.
Früher war er mit diesem ekelig grünen künstlichen Ostergras ausgelegt, dass ich so sehr liebe.
Ich würde dem gerade gerne die Bedeutung zumessen, die es früher immer hatte.
Zeiten huschen an meinen Augen vorbei. Zeiten in denen ich morgens nach sechs nicht mehr schlafen konnte, zu sehr lockten all die bunten Süßigkeiten, die noch nicht einmal draußen versteckt waren, weil du noch schliefst.
Jetzt ist es ungefähr drei und du drängst schon seit fast zwei Stunden, wir sollten doch endlich rausgehen.
Ich schiebe alles auf den Schnee und stürze mich in die Buchstaben vor meinen Augen.
Es tut mir leid, dass ich nicht mehr begeistert sein kann und dass nicht mehr alles so groß ist.
Im Gegenteil, alles scheint viel wichtiger, nur unendlich viel kleiner und tiefer.
Ich werde viel zu schnell nach unten gesogen und verliere die Kraft ein Kind zu sein.
Es tut mir leid, dass ich erschöpft bin.
Und du?
Das andere Du?
Wo bist du überhaupt?
Du fehlst.
Schon sein drei Jahren, das kann ich auf Anhieb sagen, obwohl ich, habe ich nicht mitgezählt, eine verstrichene Dauer in Jahren noch nie sonderlich gut festlegen konnte.
Du fehlst.
Du warst doch immer da.
"Dein Wecker sagt dir wann morgens aufstehn sollst, dein Weinglas wann du schlafen gehst."
Bosse - Wende der Zeit